Ende der Warnstreiks

Pilot - Abschluss aus NRW in Mitte übernommen

  • 21.04.2021
  • Aktuelles

IG Metall Mitte und die Arbeitgeber der Mittelgruppe haben sich auf die Übernahme des nordrhein-westfälischen Pilotabschlusses geeinigt. Von dem in Mainz vereinbarten Tarifergebnis profitieren rund 380.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Tarifkommission entscheidet am 23. April über die Annahme. Weiterhin keine Einigung zur Angleichung der "neuen" Bundesländer.

Der Tarifabschluss sieht eine Entgelterhöhung vor, die aus einer Corona-Prämie von 500 Euro und einem Transformationsgeld besteht. Das Transformationsgeld soll in Form einer Einmalzahlung im Februar 2022 in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts, ab 2023 in Höhe von 27,6 Prozent eines Monatseinkommens jährlich zur Auszahlung kommen. Dieses „T-Geld“ kann wahlweise ausgezahlt oder zum Teilentgeltausgleich bei Arbeitszeitabsenkung, etwa der Einführung einer Vier-Tage-Woche, verwendet werden.

Auszubildende erhalten eine Prämie von 300 Euro.

Zur Gestaltung der Transformation in den Betrieben haben sich die Tarifvertragsparteien auf einen verbindlichen Prozess für Zukunftstarifverträge verständigt.

Die Laufzeit des Tarifvertrages endet zum 30.09.2022.

In Thüringen und dem IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen gibt es außerdem noch kein Ergebnis der Verhandlungen. Die Arbeitgeberverbände trugen den Tarifkonflikt bereits vors Arbeitsgericht um die Warnstreiks verbieten zu lassen. Das Landesarbeitsgericht Sachsen entschied allerdings dagegen. Die Warnstreiks gehen weiter.